Lisboa – Bairro Alto ida e volta

Wenn man schon in der Nähe einer großen und interessanten Stadt ist, muss man auch unbedingt viel davon sehen. Diesen Drang verspüre ich immer, wenn ich in oder in der Nähe von Städten verweile. So geht es mir, wenn ich beruflich unterwegs bin, wie auch im Urlaub. Und da die beste Kamera diejenige ist, die ich bei mir habe, trage ich auch fast immer eine Kamera mit mir herum (auch wenn ich beruflich unterwegs bin).

Klar, wenn ich nach Lissabon fliege, ist auch Kamera Equipment im Gepäck. Dieses Mal besonders viel, da ich – wie schon im ersten Lisboa Beitrag angedeutet – für eine Freundin an einem Fotoprojekt gearbeitet habe. Am 16. August bin ich dann von Foros da Amora nach Lissabon in die Innenstadt gefahren. Mit der Fertagus Linie (eine Art S-Bahn) über den Tejo (die schöne Brücke zum 25. April) bis zum Bahnhof Sete Rios, der im Untergrund auch gleich die Metro-Station Jardim Zoologico führt. Ein idealer Umstieg in die Linha Azul Richtung Santa Apolónia bis zum Bahnhof Parque. Von da ab zu Fuß weiter über die Avenida da Liberdade vorbei am Prada „Store“, dem Hard Rock Cafe bis zum Rossio. Als nächstes dann erst mal zu dem schönen Elevador de Santa Justa. Aufgrund der wirklich langen Schlange habe ich es vorgezogen den Weg zu Fuß zu machen und bin durch diverse Straßen und Gassen getingelt.

Ca. 10 Jahre war ich nicht mehr in Lissabon und muss sagen, dass sich die Stadt in der Zeit sehr stark verändert hat. Die Touristen und Schlangen vor den Attraktionen haben stark zugenommen. Es knattern viele Tuktuks mit Touristen darin durch die Straßen (die allerdings auch teilweise für Taxis recht eng sind) und die Cafès sind deutlich voller. Was ich bemerkt habe ist, dass die Preise in Lissabon zwar gestiegen sind, aber nicht in dem Maße, wie sie es hier sind. Eine Pastel de Nata und ein Bica sind zusammen immer noch an vielen Stellen unter 2 Euro zu bekommen – wenn es nicht unbedingt im schönen alten Café A Brasileira sein muss, in dem der Geschichte nach schon der Schriftsteller Fernando Pessoa in den 1920er Jahren seinen Bica geschlürft haben soll.

Da ich das Café schon aus früheren Besuchen kenne, bin ich weiter gelaufen. Eigentlich wollte ich zum O Trevo, einem Restaurant/Café an der Ecke zum Plaza Camoñes. Leider war das geschlossen, da es renoviert wurde und Betriebsferien waren. Also weiter bis zur Pastellaria Emenda, wo ich dann zu meiner kleinen schwarzen Erfrischung und der cremigen Versuchung gekommen bin. Ein Bica und eine Pastel de Nata gehören einfach immer dazu, wenn ich in Lissabon bin. Ich liebe diese kleinen Pastellatias, ihre Atmosphäre und das geschäftige Treiben darin. Ein kleiner Tisch mit fadenscheinigen Papierserivietten, die besagten Köstlichkeiten und etwas Zeit ergeben die Mischung aus der dann die Entspannung wird.

Nach dem Break bin ich dann weiter durch kleine oder größere Gassen und Straßen, bin noch ca. 2 Stunden herum gelaufen, habe im Schatten gesessen und bin letztlich wieder zurück zum Café A Brasileira, wo direkt die Metra-Station Baixa-Chiado liegt. Von da an dann mit der Linha Azul zum Jardim Zoologico, hoch zum Bahnhof Sete Rios und zurück mit der Fertagus bis nach Foros da Amora, wo meine Freunde wohnen. Abends sind wir dann wieder am Strand Fonte da Telha in der wunderbaren Cabana Beach Bar gewesen. Wenn ich das nächste Mal da sein werde, muss ich die Bar unbedingt etwas mehr in den Fokus nehmen. Sehr angenehmer Platz für einen chilligen Abend am Strand.

Dabei hatte ich übrigens dieses Mal sogar zwei Kameras mit mir, die F90X und die FE2. Die F90X hatte einen Schwarzweißfilm intus (der gemeine APX100@320 ASA) und die FE2 kam mit einem Fuji C200 daher. Schlauerweise habe ich den C200 auch, als er voll belichtet war nicht vollständig zurück gespult und die Kamera geöffnet. Darum sind leider einige Bilder komplett weiß/bunt und andere etwas überstrahlt. Ich habe noch die schönen Farben in Erinnerung, die dachte eingefangen zu haben – aber Lissabon ist ja noch da und ich kann bestimmt noch mal wieder dahin, während die Sonne scheint. Da ich allerdings in der Zeit herum gelaufen bin, in der der Fotograf normalerweise frei hat (von Elf bis Drei hat der Fotograf frei), sind die Bilder recht hart in den Kontrasten, dazu nicht sonderlich abgestuft. In Portugals Sommer sollten sich Fotografen übrigens von 10 bis 19 Uhr frei nehmen…

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